Zeitung Heute : Verbände im Verbund

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Die großen Sozialverbände VdK und Sozialverband Deutschland (SoVD) wollen sich vor der Bundestagswahl 2006 zusammenschließen. Was wäre, wenn das geschieht?

Die beiden Sozialverbände versprechen sich von einer Fusion mehr Schlagkraft, da sie gemeinsam dann die Interessen von 1,9 Millionen Mitgliedern vertreten. Die Hoffnung ist, dass mit einem Zusammenschluss auch der Einfluss auf die Sozialpolitik wachsen wird. Zu den zentralen Themen beider Organisationen gehören etwa Rente und Pflege, sie verstehen sich als Interessenvertretung von Rentnern, Behinderten, Pflegebedürftigen und Kriegsopfern. Die Führungsgremien haben bereits grünes Licht für eine Fusion gegeben. Nach Angaben einer SoVDSprecherin will man 2005 in konkrete Gespräche einsteigen. Von der Struktur ergänzen sich die Sozialverbände im Grundsatz: Während der VdK die meisten Mitglieder im Süden hat, ist der SoVD stärker im Norden vertreten. Der VdK, der nach dem zweiten Weltkrieg als Kriegsopferverband gegründet wurde, hat rund 1,4 Millionen Mitglieder. Der SoVD hingegen wurde bereits nach dem Ersten Weltkrieg unter dem Namen Reichsbund ins Leben gerufen, 1946 schließlich wurde die Nachfolgeorganisation SoVD gegründet. ce

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