Zeitung Heute : Vermittlungskünstler

Electronic Business für die Arbeit an Schnittstellen

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„Am Anfang waren meine Freunde schon der Meinung, ich studiere auf arbeitslos", erinnert sich AnnCathrin Limmer, seit zwei Monaten Channel Managerin Media beim Berliner Mobilfunk-Dienstleister Buongiorno AG. Schließlich war die New Economy gerade zusammengebrochen, als die heute 25-Jährige nach ihrem Vordiplom in Kommunikationswissenschaften in den Studiengang Electronic Business wechselte, einer Art Joint Venture zwischen der Berliner Universität der Künste (UdK) und dem von Stiftern aus der Wirtschaft getragenen Institute of Electronic Business (IEB).

Fünf Semester dauert die Ausbildung, die auf ein begonnenes Design-, BWL- oder Informatik-Studium aufgesattelt werden kann, um für eine Arbeit an der Schnittstelle zwischen der ursprünglichen Qualifikation und dem IT-Bereich eines Unternehmens fit zu sein. Neben Modulen in Kommunikation, Wirtschaft und Mediendesign stehen deshalb auch handfeste Programmierarbeiten auf dem Programm – was Limmer dazu brachte, sich mit HMTL, XML und Datenbanken auseinanderzusetzen. Heute sagte sie: „Ich verstehe jetzt zum Beispiel viel besser, warum Grafik-Arbeiten so lange dauern, außerdem kann man so einem Kunden viel genauer erklären, ob sich seine Wünsche in einem vorgegebenen Zeitraum erfüllen lassen.“

Das Unternehmen Buongiorno entwickelt und vertreibt Klingeltöne, Informationsdienste, Spiele und andere Anwendungen für Mobiltelefone. Zu Limmers Kooperationspartnern gehören unter anderen die Fernsehsender N24, 9Live und Stefan Raabs TV Total. Was die Zukunft angeht, macht sich Limmer trotz Stress und dem Zwang zum ständigen Weiterlernen wenig Sorgen: „Dass jemand das Internet wieder abstellen wird, ist ja eher nicht zu erwarten.“ kko

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