Zeitung Heute : Viele Ärzte sparen an der Behandlung

Berlin - Mehr als jeder zweite Arzt unterlässt oder verschiebt medizinische Behandlungen von Patienten, weil das Budget erschöpft ist. Das geht aus einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Finanzdienstleisters MLP hervor, deren Erarbeitung von der Bundesärztekammer unterstützt wurde. 55 Prozent der befragten Mediziner sagten, dies sei bereits vorgekommen, bei zwölf Prozent war es sogar häufig der Fall, hieß es bei der Vorstellung der Studie am Donnerstag. Der Vizepräsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, sagte, die Ergebnisse gäben zu denken. Er fügte hinzu, dass es dabei nicht um lebensnotwendige Leistungen oder Notfallversorgung gehe. „Wir kennen keine Fälle, wo Patienten zu Schaden gekommen sind.“ Unter den Patienten sind der Studie zufolge 42 Prozent skeptisch, ob sie wirklich alles Notwendige bekommen. Tsp

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!