Zeitung Heute : Viele Medien führen zum Job

Der Tagesspiegel

Bis vor ein paar Jahren hatten die meisten Arbeitssuchenden am Sonnabend, morgens nach dem Frühstück, die Qual der Wahl: Was lese ich zuerst? 50 Seiten oder 65 Seiten? So groß war in der Regel der Stellenmarkt der beiden größten überregionalen Tageszeitungen, „Süddeutsche Zeitung“ und „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. 60 Seiten freie Stellen. Schön für die Zeitungsverlage, schön für die Stellensuchenden. Heute ist diese Art der Beschäftigung noch vielfältiger geworden, denn jetzt gibt es noch weitere Möglichkeiten der Jobfindung. Wir stellen einige auf dieser Seite vor.

Da gibt es mittlerweile neben den Tageszeitungen und Branchenmagazinen Suchmaschinen, virtuelle Firmenpräsenzen und Stellenmärkte sowie Online-Foren für spezielle Branchen – wohl dem, der einen Internetzugang hat. Denn da tummeln sich neben den Online-Ausgaben der Print-Medien zahlreiche Web-Portale, die sich ausschließlich um die Zusammenführung von Arbeitgebern und Arbeitslosen kümmern.

Das Internet macht aus fast jeder Firma ein neues (Vermittlungs-)Medium, inoffiziell und unorganisiert. Wer heute als „System-Supportingenieur“ einen neuen Arbeitgeber sucht, gibt sein Profil nach der Anmeldung einfach auf einer entsprechenden Website ein und schaut regelmäßig nach, ob für ihn neue Job-Angebote eingegangen sind. Oder er stellt seine Bewerbungshomepage („Suche neue Herausforderung!“) ins Netz.

Unter www.jobpilot.de , eine der führenden Jobbörsen im Internet, werden zum Beispiel regelmäßig Stellenmärkte im Netz und den Druckausgaben der Zeitungen analysiert. Bereits seit 1995 fahndet die Online- Jobbörse im Web nach freien Stellen. Etwa 70 000 Jobmöglichkeiten weltweit werden derzeit angeboten. Im Gegensatz zu früher, als der persönliche Arbeitsamtbesuch, das Durchforsten bücherdicker Anzeigenteile in den Tageszeitungen und die Bewerbungsmappe samt aufgeklebter Bewerbungsfotos zwingend waren, wird dem Stellensuchenden heute, günstigstenfalls, einiges an Aufwand abgenommen.

Wenn die Online-Jobbörse worldwidejobs.de freie Stellen ausfindig gemacht hat, wird auch die Bewerbung für die Mitarbeiter organisiert. Das betreffende Unternehmen wird kontaktiert, und bei Interesse wird sogar eine digitale Bewerbungsmappe zugesandt. Das hat auch psychologische Vorteile: Bei Absagen hat der Arbeitssuchende keine weiteren Frusterlebnisse.

Das ist nur ein Angebot unter vielen, das die Bundesanstalt für Arbeit um ein paar Aktennummern erleichtert. Schöne, neue Online-Welt, die aus wenigen Job-Angeboten natürlich nicht plötzlich mehr macht und auch nicht gleich jede Branche, jede leere Stelle erfasst. Zum Beispiel die eines ZDF-Intendanten. meh

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