Zeitung Heute : Vier Monate und zehn Tage

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Die Szenen leidenschaftlicher Trauer, die in islamischen Ländern oft zu beobachten sind, erklären sich eher aus im Alltag überkommenen Gebräuchen, nicht aus religiösen Geboten. „Trauer ist im Islam erlaubt, soll aber nach Meinung der Theologen gefasst und beherrscht, nicht überlaut und hysterisch geäußert werden“, schreibt die Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher. In einer der den Koran begleitenden Auslegungsschrift steht des Propheten Ausspruch: „Zu uns gehört nicht derjenige, der seine Wangen schlägt und sein Hemd zerreißt.“ Viele Theologen würden das sogar als mangelnden Glauben auslegen. Das Haus des Toten ist für drei Tage ein Trauerhaus , eine Witwe darf vier Monate und zehn Tage um ihren Mann trauern. Schwarz ist keine Trauerfarbe im Islam. rcf

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