Zeitung Heute : Virtuelle Hausbesetzer

Die Hersteller weltweit bekannter Marken können ihren Markennamen künftig in allen "Winkeln" des Internet sperren lassen.Das geht aus dem am Montag in Genf präsentierten Abschlußbericht der Internet-Kommission der Weltorganisation zum Schutz des geistigen Eigentums (Wipo) hervor.Die von der Wipo vorgeschlagene Regelung bedeutet, daß nur noch der Markenhersteller selbst Internet-Seiten mit seinem Produkt- oder Firmennamen registrieren lassen kann.Sogenannte "Cybersquatter" (Hausbesetzer im Internet) konnten sich bisher Geld erschleichen, indem sie Internet-Adressen mit bekannten Namen registrieren ließen.Anschließend verkauften sie die Adresse an den Markenhersteller.Die Wipo schlägt außerdem die Einrichtung eines Gerichtshofs im Internet vor, der "Cybersquatter" zur Räumung der von ihnen besetzten Adressen verurteilen kann.Auch die Zahl der Internet-Oberadressen (wie ".de" oder ".com") könne man ausweiten.Dadurch könnten viele Adreß-Konflikte entschärft werden, sagte Wipo-Experte Francis Gurry.

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