Zeitung Heute : Vivico: Zahlen Und Fakten

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Die Vivico Management GmbH ging aus der 1996 gegründeten Eisenbahnimmobilien Management GmbH (EIM) hervor, einer 100-prozentigen Tochter der Bahn AG. Sie verwaltet und bewirtschaftet seit dem 15. März ehemalige Grundstücke der Bahn AG. EIM/Vivico waren über das Eisenbahnerörterungsgesetzes (1994 bis 1995) nicht betriebsnotwendige Grundstücke und Immobilien der Bahn übertragen worden: Flächen an Strecken, Lagerschuppen, verlassene Bahnhöfe und ehemalige Reichsbahnämter. Weitere Grundstücke werden nicht hinzukommen: Die bei der Bahn verbliebenen Immobilien bleiben in ihrem Eigentum.

Die Vivico-Vorgängerin EIM war eine reine Verwertungsgesellschaft: Sie sollte die Flächen von der Infrastruktur der Bahn lösen, in Abstimmung mit den Behörden öffentliches Baurecht schaffen und die sanierten oder bebauten Liegenschaften möglichst zügig verkaufen. Die Erlöse flossen an den Bund in den Etat des Bundesverkehrministeriums. So sollten die Kosten für die Privatisierung der Bahn gesenkt werden.

Im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin soll die Vivico nicht mehr vorrangig Flächen verkaufen, sondern in die Liegenschaften investieren und ein Immobilien-Portfolio aufbauen. Sie wird nicht mehr fortwährend Deckungsbeiträge abliefern, sondern als Ganzes 2005 verkauft und der Erlös dann in die Bundeskasse fließen. Die Vivico hat ihren Hauptsitz in Frankfurt sowie Niederlassungen in Berlin, München und Köln mit insgesamt 109 Mitarbeitern. In der Hauptstadt sind 27 Angestellte mit der Entwicklung von 300 Objekten auf einer Grundfläche von vier Millionen Quadratmetern in Berlin sowie den neuen Ländern beschäftigt.

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