Zeitung Heute : Volkswagen: Mit dem Passat ins World Wide Web

Der Autokonzern Volkswagen hat am Dienstag in Duisburg erstmals den Prototypen eines Multimedia-Autos vorgestellt. Aus dem VW Passat heraus könne der Fahrer im Internet surfen, sich Musik aus dem Netz laden und seinen Haushalt fernsteuern, teilte Volkswagen mit. So könne während der Fahrt etwa die Kaffeemaschine abgeschaltet werden. Das Auto spreche den Besitzer zudem auch von sich aus an, etwa wenn ein Dieb sich an den Türen zu schaffen mache.

Der Multimedia-Passat kommuniziert VW zufolge auf zwei Wegen mit einem ebenfalls mit Multimedia-Technik ausgestatten Haus. Wenn das Auto vor der Haustür steht, nehme es über Bluetooth Kontakt auf. So könne der Fahrer etwa neue Musik als MP3-Files aus einer Datenbank des PC im Haus herunterladen. Die Bluetooth-Technologie gilt als preiswerte Alternative zur Vernetzung unterschiedlichster Geräte vom Computer und Organizer über Handys und Headsets bis zu MP3-Playern und Digitalkameras. Mit der großflächigen Markteinführung wird zur zweiten Jahreshälfte gerechnet. Über größere Entfernungen tauschen Auto und Haus Daten mittels Mobilfunk aus, sowohl in Form von Kurznachrichten als auch über den Handy-Standard GPRS. Auf diese Weise ließen sich Elektrogeräte fernsteuern und auch das Geschehen vor der eigenen Haustür über eine Kamera verfolgen.

Darüber hinaus speichert der Multimedia-Passat die individuellen Einstellungen wie Sitzposition und Spiegeleinstellung verschiedener Fahrer. Per Funkverbindung kann der Wagen den jeweiligen Fahrer schon vor dem Einsteigen identifizieren und sich einstellen. Ebenso kann der Fahrer per Funkverbindung eine Rundumbeleuchtung einschalten, um Nachts sicherer einsteigen zu können.

VW hat den Prototyp für ein Multimedia-Auto innerhalb des Projektes "Innovationszentrum Intelligentes Haus" des Fraunhofer Instituts gebaut.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar