Zeitung Heute : Vom Ansatz her gar nicht schlecht Esther Kogelboom über das Totti-Band von Torsten Frings

-

Zeit für eine kurze Zwischenbilanz der Frisuren. Noch 2002 hat sich jeder kleine Junge zwischen sechs und 99 aus Begeisterung eine Pseudo-Punk-Frisur schneiden lassen. Pseudo-Punk-Frisuren waren der eindeutige Frisurentrend der WM in Japan und Südkorea.

Jetzt gestaltet sich die Sache schwieriger: Von der ewig langen Matte bis zur Fastglatze ist in diesem Sommer alles dabei. Doch immerhin gibt es ein Accessoire, auf das sich sowohl Fans als auch Spieler problemlos einigen können: das Totti-Haarband. Bekanntester deutscher Protagonist dieses Trends ist Torsten Frings.

Was also macht so ein Haarband mit einem Mann? Zunächst einmal gerät ein Haarband-Träger automatisch in die Nähe der Metrosexualität. Automatisch, weil alles, was – mal abgesehen von Haaren und im Ausnahmefall vielleicht noch Hüten – auf einem männlichen Kopf ist, dort definitiv nicht hingehört.

Zum anderen soll das Haarband freie Sicht auf das Spielgeschehen garantieren. Wichtig dabei: Es muss mit dem Haaransatz abschließen – so dass die Haare wie eine schlecht sitzende Perücke wirken. Auf keinen Fall darf es mittig auf dem Kopf sitzen. So sehen nur Geschichtslehrerinnen aus.

Kleiner Tipp aus gut informierten Designerkreisen: mal eine andere Farbe ausprobieren, Lutscher. Gold wäre nicht schlecht.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben