Zeitung Heute : Vom Erdboden gefordert

Im Juli ist es meistens sehr warm. „Wenn es trocken ist, brauchen besonders Neugepflanzte ausreichend Wasser“, erläutert Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Dahlem. Zu den neuen Pflanzen zählt sie auch noch Gehölze, die bereits vor zwei bis drei Jahren in die Erde kamen. Außerdem haben Hobbygärtner im Juli diese Aufgaben:

Düngen. Der Rasen braucht nun eine neue Gabe Langzeitdünger. Denn die Nährstoffe, die im Frühjahr ausgebracht wurden, sind aufgezehrt. Allerdings sollte der Stickstoff nicht an heißen, trockenen Tagen gegeben werden. Am besten regnet es, oder zur Not solle der Hobbygärtner spätestens 24 Stunden, nachdem der Dünger verabreicht wurde, den Rasen durchdringend wässern.

Ernten. Auch wenn der größte Kürbis den Stolz des Hobbygärtners weckt: Gemüse sollte regelmäßig geerntet werden. Und Hobbygärtner sollten daran denken, immer etwas nachzusäen – so haben sie beispielsweise bis in den Herbst hinein frischen Salat im Beet.

Schneiden. Ist die Himbeerernte von frühsommerlichen Sorten vorbei, sollten die fruchttragenden Stiele heruntergeschnitten werden. Denn im kommenden Jahr wachsen die leckeren Früchte an jenen Trieben, die in diesem Jahr entstehen, erläutert die Expertin. Ihren Höhepunkt haben frühblühende Stauden wie Flieder und der Bauernjasmin nun überschritten – auch sie werden stark gestutzt.

Neue Triebe fördern. Ebenfalls einen Schnitt vertragen Salbei und Frauenmantel. Bei letzterem ist ein guter Zeitpunkt, wenn er kein frisches Grün mehr treibt. Dann wird durch einen Schnitt vielleicht sogar eine zweite Blüte gefördert.

Teilen. Dieser Sommer ist eigentlich ein guter für Schwertlilien, sagt Van Groenigen. Sie sollten üppig gedeihen. Aber blüht das Exemplar im Garten nicht einmal so wie in den vergangenen Jahren, ist es Zeit, die Pflanze zu teilen. Das gilt auch für die Taglilie.

Ausläufer einsetzen. Erdbeeren bilden im Juli Ausläufer. Die Minipflanzen, die an langen Trieben von der Pflanze herunterhängen, werden abgeschnitten und kommen am besten in normale Topferde.

Pflanzen. Die Samen von Frühblühern wie der Schlüsselblume sollten im Juli in die Erde. Denn ihre Samen sind nicht lange keimfähig, erläutert Isabelle Van Groeningen. dpa

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