Zeitung Heute : Von Markus Baartz Toningenieur und Dozent

150 Euro für den optimalen Klang

Markus Baartz

Die interne Soundkarte des Computers ist in ihrer Qualität eingeschränkt. Welche besseren Alternativen gibt es?

Wer Wert auf den besten Klang legt, kommt um den Kauf einer guten Soundkarte für den PC nicht herum. Es sollte sich dabei möglichst um ein externes Gerät handeln, das über die Standardanschlüsse des Computers (Firewire, USB und PC-Card beim Notebook) mit dem PC verbunden wird. So wird sichergestellt, dass die analogen Signale nicht durch Einstreuungen von der Stromversorgung gestört werden. Ab etwa 150 Euro können Sie wirklich gute Komponenten erwerben, die dann auch Surround-Sound unterstützen – das wertet den Klang vor allem bei Spielen oder bei der DVD-Wiedergabe auf.

Um den Computer so an die Stereoanlage anschließen zu können, dass der optimale Klang gewährleistet ist, sollte die Soundkarte außerdem mit Line-Aus- und Eingang ausgestattet sein – also mit den Cinchsteckern, die man auch benutzt, um Hifi-Komponenten miteinander zu verbinden. Zwar sind die bei preiswerteren Karten gebräuchlichen kleinen Klinkenstecker nicht grundsätzlich schlechter. Aber wenn es nur diese Anschlüsse gibt, bedeutet das in der Regel, dass die Soundkarte nicht sehr hochwertig ist.

Schwächstes Glied in der Kette sind aber meist die Boxen: Idealerweise sollte man sie im Hifi- und nicht im Computergeschäft kaufen. Allerdings bedeutet das in der Regel auch die Anschaffung eines zusätzlichen Verstärkers. Im PC-Bereich dominieren dagegen Lautsprecher, in die ein kleiner Verstärker eingebaut ist. Entscheidet man sich für diese Lösung, sollten die Boxen möglichst groß sein, damit die Basswiedergabe nicht zu schwach ausfällt. Möglich sind auch Systeme, die über einen zusätzlichen Subwoofer (Bassbox) verfügen.

Weiter verbessern lässt sich der Klang mit dem Software-Equalizer, über den viele Abspielprogramme die Tonhöhe für unterschiedliche Frequenzen optimieren. Für viele Musikrichtungen wie Rock, Pop, Klassik gibt es Voreinstellungen – hier hilft ausprobieren. Wer will, kann die Einstellungen auch selbst optimieren, indem man mit den Reglern verschiedene Einstellungen wählt. Wichtig dabei: Pausen machen, damit sich die Ohren erholen können. Foto: Kitty Kleist-Heinrich

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