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Studiengang eröffnet vielfältige Berufsperspektiven

Andrea Puppe
Im Team. Studierende während eines Versuchs zur Elektrotechnik. Foto: TU Presse/Dahl
Im Team. Studierende während eines Versuchs zur Elektrotechnik. Foto: TU Presse/DahlFoto: Ulrich Dahl/Technische Universit

Mathe oder Physik? Bio, Chemie oder Informatik? Für Sascha Völkerling ist nach dem Abitur klar, dass er „irgendwas Naturwissenschaftliches“ studieren will. „Vor dem Studium war ich allerdings nicht auf eine bestimmte Richtung festgelegt“, sagt er. Inzwischen ist der 21-Jährige ein „NidI“ – er studiert im dritten Semester das Fach „Naturwissenschaften in der Informationsgesellschaft“ an der TU Berlin. Und mittlerweile weiß er auch, in welche Richtung seine Laufbahn gehen soll: Sascha Völkerling hat sich für Informatik entschieden.

Seit drei Jahren gibt es den NidI-Studiengang, der zu jedem Wintersemester 30 Studienplätze anbietet. Besonders Frauen sollen hier für die Naturwissenschaften begeistert werden. Der Bachelor-Studiengang bietet einen naturwissenschaftlichen Pflichtbereich und einen vielfältigen Katalog von Wahlpflichtveranstaltungen, die verschiedene Berufswege eröffnen. Ein mindestens zwölfwöchiges Berufspraktikum und die Bachelorarbeit beschließen das Studium. Nach sechs Semestern können sich die Absolventen dann entweder für eine bestimmte Naturwissenschaft entscheiden und zum Beispiel ihren Master in Physik machen oder sie bleiben Generalisten. Das Fach eignet sich wegen seiner medienwissenschaftlichen Anteile zum Beispiel für künftige Wissenschaftsjournalisten, NidIs können aber auch ins Bibliothekswesen gehen oder als wissenschaftliche Mitarbeiter in die Politik einsteigen.

In seinen ersten drei Semestern hat Sascha Völkerling Veranstaltungen wie „Mathematik für Physiker“, „Experimentalphysik“ und „Computerorientierte Mathematik“ besucht. „Außerdem kann man überall reinschnuppern“, berichtet er. Biotechnologie und Mikrobiologie, Physikalische Chemie oder Interdisziplinäre Kommunikation sind nur einige Beispiele aus dem Wahlpflichtbereich. Im freien Wahlbereich können die Studierenden kreativ sein: Wie wäre es mit Chinesisch? Nach seinen ersten Programmierkursen war Sascha Völkerling klar, dass seine Vorliebe der Informatik gilt. Dass er bei all den Wahlmöglichkeiten nicht den Überblick verloren hat, verdankt er dem Mentorenprogramm des Studienganges. Mentoren sind häufig Studierende höherer Semester und Universitätsmitarbeiter, aber auch erfahrene Externe. „Jeder kann sich einen Mentor wählen und dessen Erfahrungen nutzen“, berichtet Völkerling.

Der Frauenanteil unter den Studierenden liegt bei über 50 Prozent. Laura Vargas Koch ist im 2. Semester. Sie lobt das „sehr gute“ Verhältnis zu älteren Studenten, Mitarbeitern und Professoren. „Das Miteinander führt dazu, dass man sich in der Uni wohl fühlt, sich traut, Fragen zu stellen, viel über die neuesten Themen diskutiert und sich austauschen kann“, sagt die 19-Jährige. Andrea Puppe

Bewerbungsfrist für das kommende Wintersemester ist der 15. Juli. Im August folgt eine Informationsveranstaltung für alle Studieninteressierten. Weitere Details sind unter www.galilea.tu-berlin.de zu finden.

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