Zeitung Heute : Von Schwiizlis und Ösis

Geschmacksache

Wir Deutschen lieben Käse. Wo Italiener nur ein wenig Parmesan über ihre Pasta bröseln, schieben wir das Ganze als Auflauf mit einer Gouda-Schicht in den Ofen. Für eine Party werden wir kreativ: Aus aufgespießten Käsewürfeln und Weintrauben basteln wir einen Igel für das WG-Büffett. Nur beim Schweizer Raclette sind wir knauserig. Wo die EM-Gastgeber ihre Kartoffeln in Käse baden als wollten Sie den Genfer See neu erfinden, schwimmt hierzulande nichts im Pfännchen. Schlimmer noch: Unser Teflonschälchen ist randvoll mit allem, was die Küche hergibt - vom Dosenmais bis Wiener Wurst. Der Käse ist lediglich das geschmackliche Beiwerk. Bei diesem Resteessen kreuseln sich die Schweizer Nackenhaare! Denn um ein Original Raclette zu genießen, braucht es nur wenig Zutaten zum Käse. Man benötigt:

1 kg gleich kleine, festkochende Kartoffeln

1 TL Kümmel

250 g Raclette- oder Gomser Käse

200 g kleine Gewürzgurken, eventuell Speck und Zwiebeln

Die Kartoffel unter fließendem Wasser bürsten, mit Kümmel in einem Topf Wasser bei mittlerer Hitze in 25 bis 35 Minuten weich kochen. Den Käse in anderthalb Zentimeter dicke Scheiben schneiden und zusammen mit den Gurken und Kartoffeln in den Raclette-Grill schieben. Guten Appetit!Simone Miesner

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