Zeitung Heute : Von Wölfen und Schafen – Dieter Hoeneß über Führungsqualitäten

Dazu live auf den Schirmen: Portugal – Mexiko und Holland – Argentinien

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Seit 52 Jahren antwortet Horst Eckel, einer der Helden von Bern, auf jede Frage, die ihm gestellt wird, mit bebender Stimme: „Kameraaaadschaft!“ Auch jetzt wird wieder intensiv darüber diskutiert, wie wichtig es ist, dass die Nationalspieler sich alle lieb haben, 11Freunde sind, ein Kollektiv bilden – wie auch immer man es nennen will. Der Konsens: Ja, sie müssen sich lieb haben, erst recht, wenn es an spielerischem Potenzial fehlt. Der liebe David Odonkor („Ich bin so froh, dass wir gewonnen haben.“) rührte uns, Miro Klose ist sowieso immer lieb, und sogar King Kahn hat das Liebsein für sich entdeckt. Aber: Zu lieb zu sein, ist dann auch wieder nicht gut (siehe Arne Friedrich). Es braucht auch Leitwölfe, Spieler also, die auf den Tisch hauen können – und sei es mit einer Doppelkopfkarte in der Hand. Wer aus Klinsis Truppe kann ein solcher sein? Das wird eine der Fragen sein, die Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt heute Abend ab 20 Uhr im Lido mit Dieter Hoeneß diskutieren wird. Hoeneß war und ist selbst ein Leitwolf. Er weiß, was geschieht, wenn zu viele Leitwölfe aufeinander treffen. Er war dabei, als beim WM-Turnier 1986 Allofs, Rummenigge, Schumacher und Stein einander wegzubeißen versuchten. Auch interessant: Wer sind eigentlich bei der WM 2006 die Leitwölfe? Figo oder doch Deco? Riquelme oder Sorin? Dieter Hoeneß wird es wissen und weitere interessante Aspekte aufdecken können. Mit ihm gemeinsam schauen wir zwei echte Kracherpartien: Portugal gegen Mexiko und Niederlande gegen Argentinien, das mutmaßlich spektakulärste Duell der Vorrunde. Wer sind die Wölfe, wer sind die Schafe? Der Tag der Entscheidung in Gruppe C und D wird zeigen, wessen Pelz falsch ist.

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