Zeitung Heute : VORBILDFILM

Der Sohn von Rambow

Martin Schwarz

England in den frühen Achtzigern. Lee Carter ist ein Lausbub. Ganz anders Will Proudfoot. Seine Mutter gehört der Plymouth-Brethren-Gemeinde an. Das bedeutet für den Elfjährigen: kein Fernsehen, keine Musik, keine Bücher außer der Bibel. Als Lee seinem neuen Kumpel Stallones „Rambo“ vorführt, eröffnet sich für Will ein Universum. Schnell steht der Entschluss fest: Lee und Will werden ihre eigene Version drehen. Garth Jennings („Per Anhalter durch die Galaxis“) hat eigene Kindheitserfahrungen zu diesem kurzweiligen Familienfilm verarbeitet, bei dem eine schräge Nebenhandlung zum Amüsement beiträgt: An der örtlichen Schule sind Austauschschüler aus Frankreich angekommen. Besonders Didier hat bald Fans um sich geschart. So entsteht ein Stück Zeitgeschichte, in dem Platz ist für ernstere Zwischentöne. Beste Unterhaltung. Martin Schwarz

„Der Sohn von Rambow“,

GB 2007, 95 Min., R: Garth Jennings, D: Bill Milner, Will Poulter

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