Zeitung Heute : VORSCHAU

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Was wird heute wichtig?

Teure Freiheit. Das Verwaltungsgericht Berlin entscheidet, ob sich Bundesbürger, die im Ausland entführt und mit Hilfe der Bundesregierung gerettet worden sind, an den Befreiungskosten beteiligen müssen. Geklagt hat die 2003 in Kolumbien verschleppte Physiotherapeutin Reinhilt Weigel. Sie war nach zehnwöchiger Geiselhaft freigelassen worden und soll für die Befreiungsaktion 12 640 Euro an das Auswärtige Amt zahlen. Das Auswärtige Amt muss deutschen Geiselopfern im Ausland beistehen. Ob und in welcher Höhe die Heimkehrer zur Kasse gebeten werden, hängt vom Einzelfall ab. So musste die Göttinger Familie Wallert , die 2000 auf den Philippinen verschleppt wurde, 12 887 D-Mark (rund 6590 Euro) als „Erstattung von Auslagen“ zahlen. Der im Dezember 2005 in Jemen entführte frühere Staatssekretär Jürgen Chrobog bot nach seiner Freilassung freiwillig an, sich an den Kosten zu beteiligen. Tsp

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