Zeitung Heute : Vorspiel

Warum Bettina Röhl ihren Artikel am Freitag in der „Volksstimme“ veröffentlichte

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Bettina Röhl wollte verhindern, dass der „Spiegel“ als Erstes über das Hirn ihrer Mutter, Ulrike Meinhof, schreibt. Warum sie das nicht wollte, weiß nur Röhl. Rückschlüsse könnten die negativen Aussagen geben, die sie über „Spiegel“Chef Stefan Aust macht, nachzulesen auf ihrer Homepage. Sie wusste von ihrem Vater, dass „Spiegel“-Redakteur Jürgen Dahlkamp an der Geschichte dran ist. In einem Telefonat vergangene Woche trug sie ihre Sorge vor, Dahlkamp könne undifferenziert berichten und die dem „Spiegel“ vorliegenden Originalfotos des Hirns veröffentlichen. Außerdem versuchte sie von ihm zu erfahren, wann der Artikel erscheinen wird. Am Dienstag hatte Dahlkamp den Text geschrieben, am Donnerstag war das Layout fertig. Dann kam die Nachricht von Rudolf Augsteins Tod. Die ursprüngliche Planung wurde über Bord geworfen, 70 Prozent des neuen „Spiegel“ sind nun Augstein gewidmet. Dahlkamps Artikel sollte geschoben werden. Doch schon am Freitag hatte Röhl die Geschichte selbst veröffentlicht, in der Magdeburger „Volksstimme“. usi

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