VORTRAGSREIHEMosse Lectures : Die Macht der Töne

Foto: Markus Kirchgessner

Seit Gründung der Mosse Lectures 1997 widmet sich die Vortragsreihe der Humboldt-Universität der Vermittlung und Darstellung historischer und zeitgenössischer Themenkomplexe aus dem Bereich der Kultur. Zu den Referenten zählen Koryphäen des akademischen Betriebs ebenso wie Politiker, Künstler oder Journalisten. In diesem Jahr ist das komplexe und komplizierte Verhältnis der Musik zur Welt Leitmotiv der Mosse Lectures. Unter dem Motto „Musik und Politik“ sollen verschiedene Aspekte eines prekären, nicht zuletzt politischen Verhältnisses der Musik zur Welt erörtert werden.

Der bekannte Musikwissenschaftler Hermann Danuser eröffnet die Reihe mit dem Vortrag „Musik und ihre Wissenschaft – diesseits und jenseits politischer Codierung“ (5.5.), in dem Formen und Funktionen von Musik als kulturelle und politische Praxis untersucht werden. In der Woche darauf will der Komponist Helmut Lachenmann (Foto) im Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin und ehemaligen Hamburger Kultursenatorin Christina Weiss erläutern, inwiefern Musik als Abenteuer unverzichtbar ist (12.5.). Ein Publikumsrenner dürfte der Gesprächsabend mit dem weltberühmten Dirigenten Claudio Abbado und dem Schauspieler Bruno Ganz werden (19.5.). Weitere Termine mit Referentinnen und Referenten aus New York (26.5.) und Sydney (9.6.) erklären internationale Entwicklungen der musikalisch-politischen Rezeption. Abschließend wird dann der Avantgarde-Routinier Heiner Goebbels unter dem rätselhaften Titel „Taxi oder Pferd. Zum Verhältnis von Musik und Politik“ die Synapsen zum Tanzen bringen. Man darf gespannt sein.Jörg Wunder

Humboldt-Universität Berlin, Senatssaal,

Do 5.5., 19 Uhr, Eintritt frei

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