Zeitung Heute : Voß fordert von Regierung Klarheit über Deutsche Welle

Lars Törne

Der ARD-Vorsitzende Peter Voß hat die Bundesregierung aufgefordert, die Deutsche Welle nicht zum "Spielball der Haushaltspolitik" zu machen. Bei der Vorstellung des ARD-Programms für die am Sonnabend beginnende Internationale Funkausstellung sagte Voß am Donnerstag in Berlin, die ARD könne nicht als "Packesel für Haushaltskürzungen" herhalten. Hintergrund sind massive Einsparungen bei der Deutschen Welle, ausgelöst durch das Sparpaket der Bundesregierung. Derzeit werden Kooperationsmodelle von Deutscher Welle mit ARD und ZDF diskutiert. Voß stellte jedoch generell in Frage, ob es in Zeiten des zunehmenden internationalen Informationsaustausches überhaupt nötig sei, in Deutschland einen vielsprachigen Auslandsrundfunk zu unterhalten. Er forderte die Bundesregierung auf, die Zukunft der Deutschen Welle schnell zu klären.

Der diesjährige Auftritt der ARD auf der IFA steht unter dem Motto "Erfolg durch Qualität". Damit möchte der Senderverbund zeigen, dass angesichts der Konkurrenz durch die Privaten die öffentlich-rechtlichen Programme sich durch Seriosität und besonderen Anspruch abheben. "Wir freuen uns über gute Quoten, aber mehr noch darüber, dass wir sie mit qualitativ hochwertigen Programmen erzielen", sagte Voß. Während der Funkausstellung vom 28. August bis 5. September will die ARD live vom Messegelände senden. So können die Besucher den Redakteuren der "Tagesschau" bei der Arbeit zusehen, im "Sportschau"-Studio sitzen oder Harald Juhnke als Gast von "Brisant" erleben. Auch die Internet-Nachrichten der "Tagesschau" ( www.tagesschau.de ) feiern auf der IFA ihre Premiere. Außerdem sollen die Besucher einen Vorgeschmack auf Höhepunkte des künftigen ARD-Programms bekommen, so auf den Goethe-Film "Die Braut" mit Veronica Ferres, die Verfilmung der Klemperer-Tagebücher und die fortgesetzte "Chronik der Wende".

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben