Zeitung Heute : Wachstumsmotor Internet

Auf etwa 20 Millionen Mark beziffern der Bundesverband der Phonowirtschaft (BPW) und die Deutsche Landesgruppe des Weltmusikwirtschaftsverbands "Ifpi" (Internationale Förderation der Phonoindustrie) den Schaden, der im vergangenen Jahr durch den Absatz illegal kopierter Musik im Internet entstanden ist.Diese Zahlen nannten beide Verbände am vergangenen Mittwoch auf ihrer Jahreskonferenz in Hamburg.Trotz der existentiellen Bedrohung wolle die Musikindustrie jedoch nicht nur verbieten, sondern die Nutzung des Internet als Plattform mitgestalten, so BPW-Vorstandsmitglied Wolfgang Gramatke.Angesichts eines gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent rückläufigen Gesamtumsatzes wiesen die Verbände den Online-Plattformen einige Chancen zu, mit neuen Präsentations- und Vertriebsformen für neue Umsatzimpulse zu sorgen.Doch für eine massive Internet-Nutzung bedürfe es zuallererst einer Änderung der europäischen Urheberrechtsrichtlinien.Nicht viel weniger engagiert arbeiten die "Musikanbieter" (Zombik) an der Entwicklung von internationalen Kopierschutzstandards mit, wie etwa der SDMI-Allianz, und beteiligen sich an Pilotprojekten, wie dem Music On Demand-Angebot der Deutschen Telekom.Letzteres sei allerdings aufgrund der Limitation auf ISDN-vernetzte T-Online-Kunden und unverhältmäßig hoher Kosten nicht sehr attraktiv, gibt BPW-Vorstand Gramatke zu.

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