Zeitung Heute : Wagner und Weber am Pfingstberg

„Semperopen-Air“ mit dem Nederlands Blazer Ensemble lädt zum Operngipfel

Wäre die Dresdner Operngeschichte ein Höhenzug, sie hätte viele Gipfel. Neben „Il Paride“ aus dem 17. Jahrhundert und barocken Opernarien von Johann Adolph Hasse lässt sich im Konzert des Nederlands Blazer Ensemble auch ein Höhepunkt des 19. Jahrhunderts bei den Musikfestspielen besichtigen. Zwei Namen sind besonders mit dem ersten Hofopernbau des berühmten Architekten Gottfried Semper verbunden: Carl Maria von Weber, Komponist des „Freischütz“, der das Opernhaus eröffnet, und Richard Wagner, der dort mit „Tannhäuser“ seinen ersten Opernerfolg feiert, bevor er als Revolutionär aus der Stadt fliehen muss. So erging es übrigens auch dem Architekten selbst, sodass er den bis heute zu sehenden Neubau des bald abgebrannten Hauses aus dem Exil betreute.

Aber auch ganz real werden Berge erklommen, in diesem Fall der Pfingstberg mit seinem Belvedere, das nur wenig später als die Semperoper entstand. Mit seiner Wasserbühne im Innenhof ist es die ideale Kulisse, um den Bläserbearbeitungen des „Tannhäuser“ und des „Freischütz“ zu lauschen und sich mit sächsischen Weinen beköstigen zu lassen. Schöne Aussichten, in musikalischer wie kulinarischer Hinsicht. Auch der Blick reicht von hier oben– wenigstens für einen Abend – von Potsdam bis nach Dresden.

24. Juni, 20 Uhr / Belvedere auf dem Pfingstberg – „Semperopen-Air“ – Nederlands Blazer Ensemble und Weinverkostung Schloss Wackerbarth

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