Zeitung Heute : Wann immer der Tagesspiegel sich verdruckt - die letzten Seite der taz ist bereit

Der Biber ist der natürliche Feind des Baumes. Der Druckfehler ist der natürliche Feind des Journalisten. Dem Baum hilft niemand in seiner Not, er fällt fernab von jeder Öffentlichkeit. Wir Zeitungsleute stehen besser da: Überall haben wir Freunde, die uns im Fall des Strauchelns wieder aufhelfen. Besonders rührend dabei ist, wie sich die junge "taz" um den alten Tagesspiegel kümmert. Kaum eine Woche geht vorbei, in der wir nicht auf der lustigen letzten Seite einen guten Ratschlag bekämen, stets in einem liebevollen Ton gehalten, den man nur noch selten findet in dieser oft leider so zynischen Branche.

Auch gestern war es wieder soweit, und heute wollen wir dafür endlich mal sagen: Danke, "taz"! In dieser Gefühlswallung gestatten wir uns einen kleinen Hinweis, wohl wissend, wie ungern sich der junge Mensch (Generationenkonflikt!) den Weg weisen lässt. Also: In jeder Zeitung, so will es der Gesetzgeber, muss das sogenannte "Impressum" stehen, mit allen verantwortlichen Personen drin. In der "taz" fanden wir dort gestern - gleich unter der lustigen Tagesspiegel-Glosse - einen "Thomas Wyerich (stellv.)". Wir bitten, uns das nicht als erbsenzählerisch auszulegen, aber nach unseren Recherchen heißt dieser Mann, laut seinen persönlichen Dokumenten, Eyerich, ohne jedes W. Glaubt uns: Der Staatsanwalt mag falsche Namen im Impressum gar nicht.

Was sich viele fragen werden: Wie ist denn das W auf das E gerutscht? Redaktionsinterne Sabotage? Weil, wie man gerüchteweise hört, der neue Herr Eyerich (Spitzname "der Snob") ein Dienstfahrrad mit 19 Extras hat bestellen lassen? Ganz ehrlich, wir glauben nichts davon. Bestimmt war es nur ein ganz kleiner Druckfehler.

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