Zeitung Heute : Wartende Taxis verstopfen jetzt die Jebensstraße

Der Tagesspiegel

Nachdem in den vergangenen Monaten wartende Taxis am Hardenbergplatz den Bus- und Pkw-Verkehr behindert hatten, hat die Straßenverkehrsbehörde den Taxi-Nachrückplatz von der Nordseite des Hardenbergplatzes in die Hertzallee verlagert. Doch die zehn Plätze dort reichen weiterhin nicht aus – die Taxis warten nun in der Jebensstraße. Das verursachte gestern zeitweise Chaos.

Schon seit längerem reichte der Taxi-Warteraum entlang des gesamten Bahnhofs Zoo nicht für alle Fahrer mit Hoffnung auf Kunden aus. Deshalb stellten sich nach übereinstimmenden Angaben von Polizei und Taxi-Innung die Taxi-Fahrer vermehrt auch noch außerhalb des zusätzlichen Warteraumes vor dem Zoologischen Garten an. Die Schlange reichte oft bis vor den Haupteingang und in den Bereich von Bushaltestellen hinein. Deshalb wurde der Nachrückplatz jetzt in die Hertzallee unter der S-Bahn-Brücke verlegt. Mit der Aufstellung der Verkehrszeichen wurden am Donnerstag zugleich weitere Parkplätze am ehemaligen Taxistand geschaffen. Der Busverkehr kann nach Polizeiangaben jetzt störungsfrei den Hardenbergplatz befahren.

Dafür stellen sich Taxis, die keinen Warteplatz mehr finden, jetzt offenbar in zweiter Reihe in die Jebensstraße. Zumindest soll es gestern dort ziemlich voll gewesen sein. Es hätte aber auch die Hertzallee sein können, sagte der zweite Vorsitzende der Taxi-Innung, Bernd Dörendahl: „Das ist Zufall und hängt davon ab, von woher der Erste kommt, der nicht mehr in den Wartebereich in der Hertzallee passt.“ Morgen reiche die Schlange vielleicht durch die Hertzallee in die Fasanenstraße hinein. Eine Lösung für das Problem sieht Dörendahl nicht: „Es gibt einfach zu viele Taxis in Berlin. Das sagen wir seit Jahren.“

Die Polizei will erstmal abwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Gegen dauerhaft verkehrswidriges Verhalten werde man aber einschreiten, sagte ein Sprecher. Tsp

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