Zeitung Heute : Warum Hartz IV dem Osten nicht passt

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Der Osten hat ein Problem mit Hartz IV, der Zusammenlegung von Arbeitslosen und Sozialhilfe. Denn die Verhältnisse sind ganz anders als im Westen , auf den die Reform besser passt als für die neuen Länder. Während im Westen drei Sozialhilfeempfänger auf einen Arbeitslosenhilfebezieher kommen, ist das Verhältnis im Osten genau umgekehrt. Die Arbeitslosenhilfe aber wird auf Sozialhilfeniveau gekürzt. Für den so entstehenden größeren Kaufkraftverlust (und die damit einhergehenden Steuerausfälle) hat der Osten schon eine Kompensation von einer Milliarde Euro bekommen. Doch bleibt aus Sicht der ostdeutschen Politik das Vermittlungsproblem : Hartz IV soll das Fördern von Arbeitslosen verbessern, sie schneller in Jobs bringen. Die aber gibt es im Osten nicht, zudem sind die Langzeitarbeitslosen dort älter. Was bliebe, wäre die Neuauflage der klassischen ABM , also eine Ausweitung des zweiten Arbeitsmarkts. Doch sind diese Jobs nicht geeignet, den Übertritt in reguläre Stellen zu erleichtern. Sachsen hat deshalb vorgeschlagen, Hartz IV mit dem Kombilohnmodell zu verbinden. afk

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