Zeitung Heute : Warum US-Militärs auf Kuba stationiert sind

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Seit der Unabhängigkeit Kubas, 1898 im Frieden von Paris beschlossen, unterhält das US-Militär in der 20 Kilometer breiten und acht Kilometer langen Bucht von Guantanamo einen Militärstützpunkt.

Am 23. Februar 1903 tritt die verfassungsgebende Versammlung Kubas das Gebiet für 99 Jahre an die USA ab.

Schon 1934 wird der Leihvertrag modifiziert: Das Recht auf Nutzung der Bucht gilt nun unbegrenzt, bis beide Seiten den Vertrag einvernehmlich kündigen.

Seit der Revolution im Jahr 1959 und der Wendung Fidel Castros zum Kommunismus verlangt Kuba die Rückgabe der Bucht.

Die US-amerikanische Präsenz auf Kuba bleibt ein Politikum: Nachdem sich die ursprüngliche Bedeutung der Bucht als Nachschubbasis für die US-Flotte mit dem Ende der Dampfschifffahrt erledigt hat, nutzen Regimegegner seit den 60er Jahren den mit einem McDonald’s und einer Bowlingbahn ausgestatteten Landstreifen als Basis für ihre Flucht nach Florida.

Im Gegenzug lässt Castro den Marinestützpunkt vom kubanischen Strom- und Wassernetz abkoppeln.

Guantanamo Bay muss seither mit Flugzeugen und Schiffen aus den Vereinigten Staaten versorgt werden.

In dem dort 2002 während des Afghanistankrieges errichteten Gefangenenlager machen sich die Militärs die Tatsache zunutze, dass die zivile Gerichtsbarkeit der Vereinigten Staaten auf dieses exterritoriale Gelände keinen unmittelbaren Zugriff hat.

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