Zeitung Heute : WAS BISHER ÜBER DEN TATHERGANG BEKANNT WAR

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Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart von 1985 waren Christian Klar, Knut Folkerts und Günter Sonnenberg an dem

Attentat auf Siegfried Buback unmittelbar beteiligt. In dem Gerichtsverfahren wurde aber nicht klar, wer am 7. April 1977 , dem Tag des Attentats, welche Rolle spielte. Buback war damals mit dem Dienstwagen auf dem Weg ins Büro. Der Mercedes musste an einer Ampelkreuzung in Karlsruhe warten. Neben ihm hielt ein Suzuki-Motorrad, auf dem zwei Männer saßen. Als die Ampel auf Gelb umschaltete, schoss der Beifahrer, der auf dem Motorrad saß, mindestens 15 Mal in den Wagen. Buback und seine zwei Begleiter wurden tödlich getroffen. Einer der Täter muss nach dieser Version das Motorrad gelenkt haben, einer schoss – und ein dritter wartete in einiger Entfernung mit einem Fluchtauto auf die Mittäter. Das Motorrad und ein Helm wurden später in der Nähe einer Autobahn gefunden. Die Möglichkeit einer DNA-Analyse gab es damals noch nicht – und vom Bundeskriminalamt ist nicht zu erfahren, ob es in den 90er Jahren zu einer nachträglichen Untersuchung kam. Die Ermittler geben auch keine Auskunft darüber, ob die Gegenstände überhaupt noch asserviert sind. Von einer DNA-Analyse sind nach Einschätzung von Sicherheitsexperten aber ohnehin keine Wunder zu erwarten. Sämtliche noch vorhandenen „Altspuren“ seien auf genetisches Material untersucht worden, doch „sensationelle Ergebnisse gab es nicht“, sagt ein Fachmann. Außerdem seien auch noch in der jüngeren Vergangenheit Speichelproben von Personen aus dem ehemaligen RAF-Umfeld genommen worden – doch für die Ermittlungen brachte das offenbar keinen Durchbruch. fan

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