Zeitung Heute : Was die Musik verbindet

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Daniel Harding. Als 19Jähriger kam der Brite 1995 nach Berlin, wurde Assistent bei Abbado und durfte 1996 sogar als „Einspringer“ für einen erkrankten Gastdirigenten ein Philharmoniker-Konzert leiten. Mittlerweile ist Harding ein weltweit gefragter Maestro und seit September 2003 Chefdirigent des – 1997 von Abbado mitbegründeten – Mahler Chamber Orchestra.

DER FREUND

Maurizio Pollini.

Den Pianisten von Weltrang verbindet nicht nur eine Künstlerfreundschaft mit Abbado: Die beiden Interpreten darf man getrost als seelenverwandt bezeichnen. Ihre Zusammenarbeit startet 1972 mit einer Konzertreihe für zeitgenössische Musik. Gemeinsam demonstrieren sie gegen den Vietnamkrieg und engagieren sich unter dem Motto „Kultur für alle“ für eine Öffnung der Klassik für breite Publikumsschichten.

DER KONKURRENT.

Riccardo Muti. Ein größerer Kontrast lässt sich kaum denken: Hier Claudio Abbado, der feingeistige, allem Neuen aufgeschlossene Norditaliener, dort Riccardo Muti, der hitzköpfige und erzkonservative Neapolitaner. Nicht erst seit Muti 1986 Abbados Nachfolger an der Spitze der Mailänder Scala wurde, kämpfen die beiden Maestri um den Titel des besten italienischen Dirigenten – selbstverständlich ausschließlich mit dem Taktstock. Tsp

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