WAS GIBT’S NOCH? : WAS GIBT’S NOCH?

Den Keimen auf der Spur

Vogelgrippe, BSE, SARS – immer wieder tauchen weltweit Infektionskrankheiten auf, bei denen sich Menschen durch den Kontakt zu Tieren angesteckt haben. Forscher der Institute für Mikrobiologie und Tierseuchen sowie für Tier- und Umwelthygiene zeigen während der Langen Nacht, wie Bakterien vom Tier auf den Menschen übertragen werden können – und umgekehrt. Die Besucher erhalten Antworten auf Fragen rund um bakterielle Erreger, die für Mensch und Tier gefährlich sein können: Was ist eine Zoonose und welche Krankheiten zählen dazu? Ist ein Mensch, der keine Haustiere hält, vor Ansteckung sicher? Wie sieht es in einem Tierstall aus? Und was sind gesunde Haltungsbedingungen für landwirtschaftliche Nutztiere wie Rinder, Schweine und Geflügel? Von 16.00 bis 24.00 Uhr wird in der Königin-Luise-Straße 12–16 ein informatives Programm mit Präsentationen und Gewinnspielen für Kinder und Erwachsene angeboten. So gibt es etwa das interaktive Quiz „Wer wird Mikrobiologe?“, Bakterien und Pilze können unter einem Mikroskop aus der Nähe betrachtet werden. Außerdem werden Untersuchungsmethoden vorgestellt, wie sich Keime in der Luft nachweisen lassen. mpo

Zeigen, wo der Hammer hängt

Schon ein einfacher Schlag mit dem Hammer bringt die Erde zum Beben. Auf dem Campus des Instituts für Geologische Wissenschaften in Lankwitz nutzen Forscher deshalb das Werkzeug als seismische Quelle. Durch die Schwingungen, die so entstehen, wollen die Wissenschaftler die Lage und Struktur des Grundwasserleiters im Süden Berlins erkundbar machen. Bei diesen Messungen werden Erschütterungen künstlich hervorgerufen, um seismische Wellen zu erzeugen, die sich im Untergrund ausbreiten, zum Ausgangspunkt zurückgeworfen und auf einem sogenannten Geophon aufgezeichnet werden. Durch dieses Verfahren erhalten die Wissenschaftler genaue Informationen über die Beschaffenheit des Untergrunds. Die Experimente mit dem Hammerschlag können von 16.00 bis 23.00 Uhr im Pavillon vor dem Haus D an der Lankwitzer Malteserstraße 74–100 verfolgt werden. mpo

Die Welt des Kaffees

Ganz im Zeichen des beliebtesten Getränks der Deutschen steht die Sonderausstellung „Kaffee. Ein globaler Erfolg“ im Botanischen Garten und im Botanischen Museum der Freien Universität an der Königin-Luise-Straße 6–8 in Dahlem. Von den Kaffeewäldern Äthiopiens bis hin zu Plantagen in Afrika, Asien und Lateinamerika reicht das Spektrum der Ausstellung. Die Besucher erwartet eine Fülle von botanischen, ethnografischen und kulturhistorischen Objekten. Die große Themenvielfalt und zahlreiche Mitmach-Stationen bieten Unterhaltsames und Nachdenkliches für die ganze Familie. Man darf Kaffeetüten stempeln oder Aromen riechen. In einem separaten Ausstellungsraum werden die Besucher in die Geheimnisse der äthiopischen Kaffeezeremonie eingeweiht. Zwischen 17.30 und 22.30 Uhr werden halbstündige Führungen durch die Ausstellung angeboten. (Lesen Sie dazu auch Seite 2) mpo

Tiere verstehen als Beruf

An der Freien Universität studieren und promovieren nicht nur rund 33 000 junge Männer und Frauen in ganz unterschiedlichen Fächern. Mit etwa 40 Ausbildungsplätzen pro Jahr ist die Universität auch ein großer Ausbildungsbetrieb. Mitarbeiter der Zentralen Universitätsverwaltung geben von 17.30 bis 22.00 Uhr Auskunft darüber, welche Berufe man an der Freien Universität erlernen kann. Darunter ist auch der Beruf des Tierpflegers, über den sich interessierte Jugendliche jeweils um 18.00 Uhr und um 20.00 Uhr in der Königin-LuiseStraße 12–16 informieren können. „Tierschutz im Kinderzimmer – Wie fühlt sich mein Meerschwein?“ lautet der Titel des dazugehörigen Workshops. mpo

Machen Sie Ihr Berlin-Diplom

Wie bezeichnen die Berliner die Siegessäule? Welchen Spruch prägte der regierende Bürgermeister Klaus Wowereit im Jahr 2003? Wo kann man in Berlin Koi-Fische streicheln? Wenn Sie diese Fragen beantworten und dann noch aus Puzzleteilen einen Berliner Bären zusammensetzen können, haben Sie sich das „Berlin-Diplom“ schon fast verdient. Das Center für Digitale Systeme (CeDiS) der Freien Universität in der Fabeckstraße 34–36 bietet einen computergestützten Test an, der die Berlinkenntnisse der Besucher der Langen Nacht der Wissenschaften auf die Probe stellt. Wer besteht, wird mit einem Diplom ausgezeichnet. Der Test zeigt gleichzeitig praxisnah und anschaulich, wie im Prüfungszentrum der Freien Universität in jedem Semester computergestützte Prüfungen mit Tausenden Studierenden durchgeführt werden. Der Test für das „Berlin-Diplom für die ganze Familie“ (ab acht Jahren) findet jeweils um 16.00 und um 18.00 Uhr statt, das „Berlin-Diplom für Nachtschwärmer“ (für Erwachsene) kann jeweils um 20.00 und 22.00 Uhr erworben werden. Bei jeder Frage werden drei Antwortmöglichkeiten vorgegeben. vbl

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