Zeitung Heute : Was ihm heilig ist

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DAS VORBILD

Ajatollah Ruhollah Chomeini war spiritueller und politischer Führer der islamischen Revolution im Iran, die 1979 im Sturz des Schahs gipfelte. Mahmud Ahmadinedschad fühlt sich der islamischen Republik Chomeinis zutiefst verpflichtet, er will die „Revolution fortsetzen“. Auch in einem anderen Punkt eifert er dem Revolutionsführer nach: Chomeini forderte bereits vor langer Zeit, Israel müsse „von der Landkarte getilgt werden“.

DER KONKURRENT

Ali Laridschani kandidierte 2005 ebenfalls für das Amt des Präsidenten, der frühere Fernsehchef hatte aber keine Chance. Jetzt ist er Generalsekretär von Irans Oberstem Nationalen Sicherheitsrat und Chefunterhändler im Atomstreit. Laridschani hält sich nach wie vor für den besseren Präsidenten, sagen viele Iraner. Ahmadinedschad ärgert ihn zudem mit seinen ständigen Äußerungen zum Atomprogramm.

DER GEGNER

George W. Bush ist Präsident der USA, die im Iran lange nur „Der große Satan“ hießen. Ahmadinedschad hat trotzdem einen Brief an seinen Amtskollegen geschrieben, in dem er ihm eine verfehlte Politik vorgeworfen hat und fragt, wie er diese mit seiner Religion vereinbaren kann. Bush hat darauf allerdings nicht geantwortet.

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