Zeitung Heute : Was kostet die Kur?

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AMBULANTE

BEHANDLUNG:

Der Arzt muss die Dringlichkeit bescheinigen. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MdK) überprüft, ob sie nötig ist.

Die Krankenkasse übernimmt bei Vorsorgeleistungen die Kosten der ärztlichen Behandlung und 90 Prozent der Kurmittelkosten . „Kurmittel“ sind je nach Ort Heilwasser, Schlamm- oder Mooranwendungen. Für Unterkunft und Essen kommt grundsätzlich der Kurgast auf, der ja nicht Patient in einer Klinik ist. Die Kasse kann aber einen Zuschuss (maximal 13 Euro) gewähren.

STATIONÄRE

BEHANDLUNG:

Ist nach Ansicht von Arzt und MdK eine stationäre Vorsorgeleistung oder Rehabilitationsbehandlung in einer Kurklinik, einem Sanatorium oder einer Rehabilitationsklinik nötig, dann werden vom Leistungsträger – bei Berufstätigen im Rahmen der Sozialversicherung die Bundesanstalt für Angestellte oder die Landesversicherungsanstalt – meist zunächst drei Wochen genehmigt und bezahlt. Der Patient leistet eine Zuzahlung von zehn Euro für jeden Tag. Eine stationäre Maßnahme, die sich direkt an einen Klinikaufenthalt anschließt, heißt „Stationäre Anschlussrehabilitation“. In diesem Fall beschränkt sich die Zuzahlung des

Patienten auf maximal 28Tage.

EIGENINITIATIVE

Auch wer auf eigene Faust und eigene Kosten zur Kur gefahren ist, hat Chancen, die Kosten dafür nachträglich ersetzt zu bekommen – wenn die Kur medizinisch notwendig war. Das gilt auch für Beamten-Beihilfe und private Krankenversicherung. In der Regel bekommt man einen Kuraufenthalt höchstens alle vier Jahre bewilligt. aml

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