Zeitung Heute : Was läuft

Französischer Doppelsieg im Slalom

Einen französischen Doppelsieg gab es zum Abschluss der alpinen Ski-Wettbewerbe bei den Olympischen Winterspielen von Salt Lake City. Als erster Franzose nach Jean-Claude Killy holte Jean-Pierre Vidal Gold. In 1:41,06 Minuten lag der 24-Jährige 76 Hundertstel vor seinem Teamkollegen Sebastien Amiez. Bronze ging überraschend an den Briten Alain Baxter. Markus Eberle aus Kleinwalsertal war im ersten Durchgang bereits nach 16 Sekunden ausgeschieden.

Olympia-Aus für Christoph Langen

Für Christoph Langen ist die olympische Viererbob-Entscheidung nach nur zwei Läufen beendet. Der 39-jährige Zweier-Olympiasieger aus Unterhaching zog sich am Freitag beim Start zum zweiten Durchgang einen Teilanriss der Plantarsehne zu. Nach zwei Läufen lag der fünfmalige Zweier-Weltmeister mit seinen Anschiebern Markus Zimmermann, Franz Sagmeister und Stefan Barucha an sechster Stelle.

Vier Sportler als IOC-Mitglieder

Vier Athletenvertreter sind von der IOC-Vollversammlung als neue Mitglieder im Internationalen Olympischen Komitee bestätigt worden. Skifahrerin Pernilla Wiberg (Schweden), Langläuferin Manuela di Centa (Italien), Eishockeyspieler Jari Kurri (Finnland) und Eisschnellläufer Adne Söndral (Norwegen) waren von den Teilnehmern an den Winterspielen gewählt worden.

Curlerinnen werben für Putzmittel

Die englischen Curling-Frauen haben unmittelbar nach ihrem Olympiasieg ein Vertragsangebot von einer heimischen Supermarkt-Kette erhalten. Die Goldmedaillen-Gewinnerinnnen sollen für Putzmittel werben. "Die Wisch-Bewegung beim Curling ist ideal, um unsere Produkte zu testen", erklärte ein Firmen-Sprecher.

Gerg-Leitners Auto gesprengt

Weil ZDF-Kommentatorin Michaela Gerg-Leitner bei einem routinemäßigen Check ihren Kofferraum nicht öffnen konnte, wurde ihr Auto von einem Bomben-Räumkommando gesprengt. Spürhunde hatten zuvor angeschlagen, die Sicherheitskräfte hatten eine Sprengstoff-Ladung befürchtet. Doch verdächtige Gegenstände fanden sich nicht.

300 Fernseher für Ammanns Eltern

Auch für die Eltern des neuen Schweizer Skiflug-Stars Simon Ammann haben sich die Goldsprünge ihres Sohnes gelohnt. Nachdem publik wurde, dass sie keinen Fernseher besitzen und immer bei den Nachbarn schauen gehen, sind in Unterwasser 300 TV-Geräte aus dem ganzen Land eingetroffen.

Truthahn mit Ahornsoße

Amerikas neue Eiskunstlauf-Königin Sarah Hughes hat mit dem Olympiasieg ihren Heimatort Great Neck an Long Islands Gold Coast bei Manhattan in eine "Sarahmania" versetzt. Im Top-Restaurant "Deli on the green" heißt die Spezialität des Hauses aus Truthahn mit Ahornsoße und Salat nun nicht mehr "Sarah Hughes Sandwich" sondern "The Golden Sarah Hughes".

Steinschlag auf der Bobbahn

Unverletzt hat die Mannschaft des Viererbobs Großbritannien II beim zweiten Wertungslauf im Utah Olympic Park eine Attacke von Seiten der Zuschauer überstanden. Pilot Lee Johnston wurde während der Fahrt von einem kleinen Stein am Helmvisier getroffen. Die Mannschaft meldete den Vorfall und erhielt eine zweite Chance. Zu mehr als Platz 17 reichte es aber nicht.

Motivationshilfe in Eishockey

Hochmut kommt vor dem Fall. So sieht es jedenfalls Kanadas Eishockey-Star Danielle Goyette, die den "Fahnenakt" der US-Amerikanerinnen als Motivation für das eigene Team und den 3:2-Finalsieg über den Nagano-Olympiasieger hält. "Wir wussten, dass sie die kanadische Flagge als Teppich in ihren Umkleideräumen benutzt haben. Aber wir sind deshalb nicht ärgerlich, es hat motiviert", sagte Goyette.

Wettschulden eingelöst

Einen hohen persönlichen Einsatz hatten die Skisprung-Betreuer bei einem Medaillengewinn von Simon Ammann versprochen. Nach dem Doppel-Olympiasieg legten Trainer Berni Schröder, Teamchef Gary Furrer und Psychologe Hans-Peter Gubelmann, begleitet von Ammanns Kollegen Sylvain Freiholz, die 50 Kilometer von der Schanze im Utah Olympic Park bis nach Salt Lake City in fünf Stunden zu Fuß zurück.

Ohno behält sein Gold

Der Amerikaner Apolo Anton Ohno darf seine im olympischen Shorttrack-Finale über 1500 m gewonnene Goldmedaille behalten. Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) lehnte den Einspruch der südkoreanischen Mannschaft gegen die Disqualifikation ihres Läufers Dong-Sung Kim ab. Kim hatte das Rennen gewonnen, war aber anschließend wegen Behinderung seines Rivalen disqualifiziert worden.

Asse sagen adieu

In Utah geht für viele Stars die olympische Karriere zu Ende. So wie Kanadas Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Catriona Lemay-Doan will auch ihre ungarische Kollegin Emese Hunyady nicht mehr 2006 in Turin dabei sein. Aussteigen wird Deutschlands Biathlet Frank Luck sowie nach 13 Knie-Operationen Schwedens alpiner Ski-Star Pernilla Wiberg. Schluss zumindest bei Olympia ist für Finnlands Puckjäger Raimo Helminen, Österreichs Riesenslalom-Olympiasieger Stephan Eberharter und die Eiskunstlauf-Asse Todd Eldredge (USA) und Elvis Stojko (Kanada).

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