Zeitung Heute : Was macht die Hitze mit dem Menschen?

Der Mensch ist ein gleichwarmes Lebewesen. Die Temperatur in seinen inneren Organen liegt bei 37 Grad, erzeugt wird die Wärme im Zellstoffwechsel. In Ruhe wird etwa die Hälfte der Wärme in den inneren Organen erzeugt, hinzu kommen Muskeln (20 Prozent) und Gehirn (15 bis 20 Prozent). Körperliche Arbeit lässt die Wärmeproduktion der Skelettmuskulatur um das 50- bis 100-fache steigern. Die Körperwärme wird durch einen biologischen Thermostat im Hypothalamus gesteuert, einer Schaltzentrale im Zwischenhirn. Das Temperaturzentrum bekommt Informationen aus dem Körperkern wie von der Hautoberfläche. Sie helfen, die 37 Grad trotz schwankender Außentemperaturen und in Ruhe wie Bewegung konstant zu halten. Wärme wird vom Körper abgestrahlt (Wärmestrahlung), abgeleitet (Wärmeleitung), abtransportiert (Konvektion) und verdunstet. Bei Hitze greift der Organismus vor allem auf drei Mechanismen zurück, um den Körper zu kühlen: 1. Schwitzen über die Schweißdrüsen, beim Verdunsten wird dem Körper Wärme entzogen – allerdings gehen auch Flüssigkeit und Salz verloren. 2. Die Körperhaare werden flach angelegt. Dadurch wird die Haut besser belüftet und mehr Wärme abtransportiert. 3. Die Hautgefäße werden erweitert und so der Blutfluss gesteigert. Dadurch wird mehr Wärme abgestrahlt und über die Luft abtransportiert. Übersteigt die Außentemperatur die Körpertemperatur, kann nur noch durch Schwitzen „gekühlt“ werden – und das wird umso schwieriger, je feuchter die Umgebungsluft ist.

Hitze kann Muskelkrämpfe, Hitzekollaps, Hautausschlag durch exzessives Schwitzen und Hitzeerschöpfung verursachen. Am schwerwiegendsten ist der Hitzschlag, bei dem die Körpertemperatur auf mehr als 40 Grad ansteigt. wez

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!