Zeitung Heute : Was man schon immer über Sex sehen wollte

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"Übermäßige sexuelle Abstinenz soll die Stärke des natürlichen Ausdünstungsgeruches sowohl bei Frauen als auch bei Männern vermehren. Daher ist dieser "Odeur de confessional et de presbytère" schon manch schönem Beichtkind in den Kopf gestiegen."

Was man immer schon über Sex wissen wollte, aber nicht zu fragen wagte, beantwortet die "Digitale Bibliothek" mit ihrem "Bilderlexikon der Erotik - Ein Universallexikon der Sittengeschichte und Sexualwissenschaft". Die Buchausgabe entstand zwischen 1928 und 1931 unter der Leitung des Wiener Institutes für Sexualforschung und erläutert aus der Sicht verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen auch entlegene Begriffe rund um die menschliche Sexualität, Zeugung, Schwangerschaft, Geburt, Ehe.

Das Universalleixikon war jahrelang vergriffen. Dafür gibt es jetzt die elektronische Edition: 4 000 Artikel und 6 000 Abildungen. Multimedial reizvoll ist dies nur bedingt. Sternchen bei den Definitionen verweisen auf die Bilder, nicht immer ist ein direkter Zusammenhang erkennbar. Hübsch anzusehen sind die Zeitungsannoncen, Flugblätter, Plakate und Karikaturen , die die ohnehin schon anschaulichen Beiträge zur Sittengeschichte und Sexualwissenschaft ergänzen, wie zum Beispiel den über "Menstruationsdelikte": "Der Einfluss der Menstruation auf die weibliche Psyche zeigt sich deutlich in der Häufung von gewissen Delikten zu diesem Zeitpunkt, insbesondere Brandstiftung, Mord, Widerstand gegen die Staatsgewalt und vor allem Diebstahl."Bilderlexikon der Erotik, Digitale Bibliothek Band 19, Directmedia, 99 DM, unter win 3x, win95/98/NT

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