Zeitung Heute : Was man tun und lassen sollte, wenn es blitzt und donnert

Bis zu 3000 Gewitter toben stündlich rund um den Globus, etwa 100 Blitze zucken in jeder Sekunde auf der Welt. In Deutschland blitzt es fast eine Million Mal - besonders häufig im Sommer. Die Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke ist zwar eigentlich nur für den Strom aus der Steckdose verantwortlich, hat aber auch einen Leitfaden zum Thema Gewitter herausgegeben.

Beim Aufenthalt im Freien raten die Stromversorger, sich in Erdmulden mit geschlossenen Knien auf den Boden zu hocken und dabei beide Knie mit den Armen zu umfassen. Freistehende Bäume (egal ob Buche oder Eiche) solle man meiden - nur im dichten Wald sei man einigermaßen sicher. Schwimmer sollten sich beim Aufziehen eines Gewitters sofort aus dem Wasser begeben, da dessen große Stromleitfähigkeit auch bei entfernten Einschlägen gefährlich werden könne.

Camper sollten ihr Zelt nicht an exponierter Stelle aufbauen und sich bei Gewitter auf eine trockene Matte hocken und Abstand zu Zeltstangen und Zeltwand halten. Im Wohnwagen oder Auto bestehe dagegen keine Gefahr, da deren Metallkabinen als "Faradayscher Käfig" vor Blitzen schützten. Im Haus sollten alle Netzstecker von teuren elektrischen Geräten herausgezogen werden. Es sei denn, Fernseher, Stereoanlage oder PC sind mit speziellen Schutzschaltern versehen.

Ansonsten könne man in Häusern einem Gewitter gelassen entgegensehen. Allerdings raten die Stromfachleute, alle metallischen Leitungen, die von außen ins Haus geführt werden, nicht zu berühren. Wer ganz auf Nummer sicher gehen wolle, verzichte bei Gewitter auch auf ein Vollbad oder die Dusche und verschiebe Telefongespräche auf später.

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