Zeitung Heute : Was passiert im Mund?

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Halitosis bezeichnet durch Keime verursachten Mundgeruch. Im menschlichen Mund finden sich rund 500 Bakterienarten. Sie halten den Mund von Pilzen frei, bauen organische Stoffe wie etwa Essens oder Zellreste, Blut und Speichel ab – und riechen manchmal unangenehm.

Unzureichende Zahnhygiene und die resultierende Zersetzung der Speisereste durch anaerobe – also ohne Sauerstoff arbeitende – Bakterien führt zu schlechtem Mundgeruch, da bei der Zersetzung – wie bei vielen Zersetzungsprozessen – Gase frei werden. Im Fall des Mundgeruchs sind dies der nach faulen Eiern riechende Schwefelwasserstoff, das nach Fäkalien riechende Methylmercaptan und der süßliche Geruch der Verwesung von Cadaverian.

Würziges Essen, Rauchen und Alkoholkonsum fördern Mundgeruch, da die Papillen der Zunge länger werden. In diesen feinen „Haaren“ finden Mikroorganismen einen hervorragenden Halt und können sich festsetzen. Aus den selben Gründen begünstigt Paradontose Mundgeruch. Nicht nur weil sich im befallenen Zahnfleisch Bakterien ansiedeln können, sondern auch, weil bei Paradontose deutlich mehr Zungenbelag entsteht. Auch das Alter steigert das Mundgeruchsrisiko: Im Laufe des Lebens steigt die Zahl der anaeroben Bakterien im Mund an – und damit die Wahrscheinlichkeit der unangenehm riechenden Zersetzung von Essenresten durch diese anaeroben Bakterien. de

DIAGNOSE

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