Zeitung Heute : Washington-Flug: Flotter Einstieg nach USA

R. W. During

Der erste Eindruck trügt. Wenn der Lufthansa-Airbus weit draußen am Concourse C andockt, der gut einen Kilometer vom Hauptgebäude entfernt liegt, stellt sich der Passagier auf lange Wege ein. Doch die "Mobile Lounges" - rollende Warteräume, die ständig zwischen den Terminals pendeln - entwickeln eine erstaunliche Geschwindigkeit. In nur wenigen Minuten sind Dank zahlreicher geöffneter Schalter auch die peniblen Einreisekontrollen passiert und fleißige Helfer schon dabei, die Koffer vom Gepäckband zu heben. Der Dulles International Airport erweist sich als "schneller Flughafen" - nicht nur für die bekannt langsamen amerikanische Verhältnisse

Mit einem Plus von 25,8 Prozent verzeichnete Dulles 1999 den weltweit höchsten Passagierzuwachs. Im vergangenen Jahr kam man auf 20 Millionen Reisende. Dabei fungiert Washington zunehmend als Drehscheibe nicht nur für den Nordosten der USA. Rund eine Milliarde Dollar hat die Metropolitan Washington Airport Authority seit 1995 in die Modernisierung des Flughafens investiert. Weitere 3,4 Milliarden wurden für ein Erweiterungsprogramm bewilligt, das bis 2006 den Bau einer vierten Startbahn, eines neuen C-Terminals und einer unterirdischen Pendelbahn vorsieht. 50 Millionen Fluggäste können dann jährlich abgefertigt werden.

Die Lufthansa versteht die neuen Nonstopflüge aus Berlin, die beide Metropolen vom 25. März an sechs Mal wöchentlich verbinden, auch als Tor zu den Vereinigten Staaten für die Reisenden aus der deutschen Hauptstadtregion. 370 Flüge des Star-Alliance-Partners United Air Lines und dessen regionalen Franchise-Partners Atlantic Coast Airlines verbinden Dulles in vier täglichen Wellen mit dem Rest der USA. Rund 60 Städte haben binnen maximal 75 Minuten Anschluss an den Lufthansa-Airbus. Städte wie Albany (New York), Columbus (Ohio) oder Pittsburgh (Pennsylvania) gehören ebenso dazu wie Atlanta, Boston, Denver, Detroit, New York, Los Angeles und San Francisco. Mit etwas längerer Umsteigezeit sind weitere Zielorte wie Jacksonville (Florida) oder Phoenix (Arizona) angebunden.

Weil Flug LH 414 (11 Uhr 10) eine halbe Stunde früher in Tegel startet als ursprünglich geplant, um die Anschlussmöglichkeiten in Washington zu optimieren, sucht man manche Umsteigeverbindung im Internet-Reservierungscomputer noch vergebens. Bis Ende Februar soll das System wieder auf dem Laufenden sein, verspricht man bei der Lufthansa. Bis dahin hilft nur die direkte Nachfrage, die jeweils optimale Reisemöglichkeit zu finden. Frühaufsteher sind via Frankfurt am Main auf manchen Routen früher am Ziel. Dagegen differiert die Reisezeit oft nur um Minuten.

Nur noch bis zum 18. Februar können Kurzentschlossene den Washington-Flug in der Economyklasse zum so genannten Kennenlern-Preis von 629 Mark buchen. Der Hinflug muss bis zum 14. Juni angetreten werden, die Rückreise spätestens am 5. Juli erfolgen. Der Aufenthalt muss Sonnabend und Sonntag einschließen, darf allerdings 21 Tage nicht überschreiten.

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