Zeitung Heute : Wasserschaden am Computer

Was tun, wenn das Arbeitszimmer im Keller im Schlamm steht?

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Das ganze Ausmaß der aktuellen Hochwasserkatastrophe wird sich erst zeigen, wenn das Wasser abgeflossen ist. Viele Menschen haben ihr Arbeitszimmer im Keller. Sie müssen nun ihren Rechner nicht nur aus dem Wasser, sondern oft auch aus dem Schlamm befreien. Die Chance, dass das System danach noch problemlos läuft, sei allerdings sehr gering, sagt HP-Pressesprecher Herbert Wenk.

Die besten Aussichten habe die Festplatte, denn die sei oft wasserdicht. Sie könnte ausgebaut und nach dem Trocknen und Reinigen in einen anderen PC wieder eingebaut werden, um in der gewohnten Desktopumgebung weiter arbeiten zu können. Allerdings sollten Anwender den Datenträger vorher von einem Fachmann ausreichend checken lassen.

Für die offenen Laufwerke, also das CD-ROM- und Diskettenlaufwerk, besteht Wenk zufolge kaum große Hoffnung. Diese sensiblen Systeme würden durch Schmutz sehr schnell zerstört. Lothar Lechtenberg, Pressesprecher bei Fujitsu-Siemens, gibt auch der Hauptplatine, auf der auch der Prozessor angebracht ist, kaum eine Überlebenschance. Denn im Wasser oxidierten die Lötstellen sehr schnell. „Dann ist nichts mehr zu machen“, sagt Lechtenberg. Wenn denn Anwender ihr getrocknetes System ausprobieren wollten, sollten sie es möglichst an eine speziell abgesicherte Schutzsteckdose anschließen.

Größte Vorsicht ist beim Monitor angebracht. In Teilen der Geräte laufe Hochspannung bis zu 10 000 Volt und mehr, sagt Wenk. Durch die Verschmutzung könnte sich der Strom – wie zuvor das Wasser – neue Wege suchen. Es bestehe Lebensgefahr.ddp

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