WEGBEGLEITER : Aufpassen und nachhaken

DER GEGNER

Als Brender beim ZDF auf dem Mainzer Lerchenberg Chefredakteur wurde, stellte man ihm noch einen Stellvertreter als „Aufpasser“ zur Seite. Helmut Reitze fiel diese Unterordnung schwer. Aber der inzwischen 56-Jährige nahm sie an, weil er darauf spekulierte, den Programmdirektor Markus Schächter zu beerben. Dann aber gewann Roland Koch die Hessenwahl, Reitze wurde Chef des Hessischen Rundfunks. Er hat aber nicht aufgehört, von Frankfurt aus gen Mainz zu schielen und auch schon mal etwas zu flüstern.

DER FREUND

Der Draufgänger und der Feingeist: Seit sie beim Film über „El Espectador“ merkten, wie gut sie sich ergänzen, sind sie befreundet. Georg M. Hafner, Abteilungsleiter beim Hessischen Rundfunk, ein Ästhet und gründlicher Rechercheur, gehört zu den besten Dokumentaristen des deutschen Fernsehens. Den Zuschauern ist er als einer der wenigen scharfzüngigen ARD-Kommentatoren bekannt. Obwohl er sanfter und kompromissbereiter ist als Brender, lobt der treue Freund den ZDF-Chefredakteur heute immer wieder als „großartigen Journalisten“.

DIE GEFÖRDERTE

Als alle spekulierten, welche ARD-Größen er wohl abwerben würde, zauberte Brender Marietta Slomka aus dem Hut. Die heute 39-Jährige hatte zwar nachts schon moderiert, war aber bis dahin vor allem als Reporterin für wirtschaftspolitische Themen zuständig. Auf dem Bildschirm zeigte sie dann, was nicht nur Brender gefällt: Kompetenz, nicht Gefälligkeit und zunehmend selbstbewusstes Fragen und Nachhaken.

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