WEGBEGLEITER : Aus Alt mach Neu

DER PARTNER

Ein warmes Willkommen hat die SPD Franz Müntefering

bereitet: „Franz, ich bin froh, dass du zurück bist“, rief ihm Frank-Walter Steinmeier auf dem Sonderparteitag zu. Tatsächlich sind die

beiden ein starkes Team – das hat nicht nur Kurt Beck zu spüren bekommen. Vor ihnen liegt eine große Aufgabe: die Partei zu einen.

DER FÖRDERER

Noch vor drei Jahren war Steinmeier der engste Mitarbeiter des damaligen Kanzlers Gerhard Schröder. Ohne Schröder wäre ihm wohl nie eine solche politische Karriere gelungen. Seit er 1993 Büroleiter des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten wurde, stieg er im Schatten Schröders auf. Heute stört es den Ex-Chef offenbar nicht, dass Steinmeier als Außenminister im Umgang mit Russland im Georgienkonflikt, mit der Hamas im Gazastreifen oder mit den USA andere Akzente setzt als der Altkanzler. Nach dessen Ausrufung zum Kandidaten jubelte Schröder: „Er hat das Zeug zum Kanzler.“

DIE PARTNERIN UND GEGNERIN

Zwar schweißt der Druck der Finanzkrise die große Koalition zusammen, doch achten beide Partner mit Blick auf 2009 penibel darauf, wer vom Krisenmanagement profitiert. Angela Merkel schätzt Steinmeiers Analytik und seine Verlässlichkeit. Seine Kanzlerkandidatur macht ihr keine Sorgen. Sie hat nicht vor, ihn im Wahlkampf als gleichberechtigten Partner anzunehmen und so aufzuwerten. Was die Union aber sehr wohl umtreibt, ist die Furcht, dass sie dem Tandem

Steinmeier-Müntefering nichts Gleichwertiges entgegen-

setzen kann.

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