WEGBEGLEITER : Gemeinsame Sache

DAS VORBILD

Charlotte Knobloch, Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München und Zentralratspräsidentin, kennt Lala Süsskind schon seit vielen Jahren. Beider Werdegang ähnelt sich. Auch Knobloch übernahm erst spät im Leben ein politisches Amt, das ihr zunächst nur wenige zutrauten. Auch an Knobloch schätzen die Gemeindemitglieder die zupackende, bodenständige Art. Die 75-jährige Knobloch steht seit 23 Jahren an der Spitze der Jüdischen Gemeinde München. Süsskind bewundert Knoblochs Energie, Durchsetzungsvermögen und ihre Herzlichkeit.

DER VORGÄNGER

Gideon Joffe
, Sohn lettischer Juden und 35 Jahre, war seit 2005 Gemeindevorsitzender. Er hat die Gemeindeverwaltung gebündelt und verschlankt. Während seiner Amtsführung wurden der Grundstein für ein Pflegeheim gelegt und eine neue Synagoge eingeweiht. Ein Mitarbeiter aus der Finanzverwaltung des Berliner Senats wurde als Geschäftsführer geholt, um die Finanzen zu ordnen. Bei der Wahl im November landete er nur auf Platz 17, weil viele glauben, dass er sich zu sehr in Intrigen verstrickt und mit den falschen Leuten eingelassen habe.

DER MITSTREITER

Der umstrittene frühere CDU-Politiker und Talkmaster Michel Friedman ist mit Süsskind befreundet. Er machte kräftig Wahlkampf für ihr Bündnis „Atid“. Mit „Atid“ sei ein Neuanfang für die zerstrittene Berliner Gemeinde möglich, davon ist Friedman überzeugt. Denn „wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“. Dauerhaft könne die jüdische Gemeinschaft nur bestehen, wenn sie erkenne, dass die Vielfalt des Judentums der

eigentliche Schatz sei.

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