WEGBEGLEITER : Haarige Sache

DIE SPALTER

Aus Protest gegen Hartz IV und die Agenda 2010 der rot-grünen Bundesregierung gründete sich 2004 die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit, kurz WASG: ein Zusammenschluss enttäuschter Sozialdemokraten und Gewerkschafter. Bei den vorgezogenen Bundestagswahlen 2005 kandidierten WASG-Mitglieder auf der Liste der Linkspartei/PDS. Mittlerweile sind WASG und PDS zur Linken fusioniert.

DER BERÜHMTE

Er müsse sich nur waschen und rasieren, dann habe er in drei Wochen einen Job, riet der damalige SPD-Chef Kurt Beck dem Langzeitarbeitslosen Henrico Frank. Der gelernte Baufacharbeiter hatte Beck auf einem Weihnachtsmarkt wegen der Hartz-IV-Gesetze beschimpft. Mittlerweile arbeitet er bei einem digitalen Musiksender.

DER ERFINDER

Der Ex-VW-Manager Peter Hartz wurde 2002 vom damaligen Bundeskanzler, seinem Duzfreund Gerhard Schröder, gebeten, Vorschläge zur Reform des Arbeitsmarktes zu entwickeln. Kurz vor der Bundestagswahl legte er seine Ideen vor, darunter die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe (Hartz IV). Für viele wurde der Name Hartz damit zum Unwort. Er selbst wurde 2007 wegen Untreue verurteilt.

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