WEGBEGLEITER : In Worte gefasst

„VÖLKER DER WELT, SCHAUT AUF BERLIN“



Am 9. September 1948, auf dem Höhepunkt der Blockade, hielt Ernst Reuter vor mehr als 300 000 Berlinern vor den Ruinen des Reichstagsgebäudes seine berühmte Rede. Er appellierte an den Rest der Welt, die Stadt nicht preiszugeben. Reuter wurde zum Symbol des Überlebenswillens in einer eingeschlossenen Stadt. Er, der von Dezember 1948 bis September 1953 Berlins Regierender war, hatte zwei Weltkriege erlebt. Den ersten als Feldjäger an der Ostfront; den zweiten in der Emigration. Von 1931 bis zur Machtübernahme durch die Nationalsozialisten war er Oberbürgermeister von Magdeburg und gehörte der SPD-Fraktion im Reichstag an.



„ICH BIN EIN BERLINER.“

Am 26. Juni 1963, anlässlich des 15. Jahrestags der Berliner Luftbrücke, solidarisierte sich John F. Kennedy vor dem Rathaus Schöneberg mit den West-Berlinern: „Vor zweitausend Jahren war der stolzeste Satz, den ein Mensch sagen konnte: Ich bin ein Bürger Roms. Heute ist der stolzeste Satz, den jemand in der freien Welt sagen kann: Ich bin ein Berliner.“

„ARM, ABER SEXY.“

Dieser Satz ist so etwas wie Klaus Wowereits persönlicher Berlin-Slogan. Wenn auch schon einige Jahr alt, erlangte „Arm, aber sexy“ seine deutschlandweite Berühmtheit im Oktober 2006, als das Bundesverfassungsgericht Berlins Klage auf zusätzliche Bundesfinanzhilfen abwies. Gerichts-Vizepräsident Winfried Hassemer erklärte in der Urteilsbegründung: Der Satz sei zwar verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Doch sei Berlin vielleicht auch deshalb so sexy, „weil es so arm nicht ist“.

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