Wegbegleiter : Josef Ackermann

DER VORDENKER



Mit Alfred Herrhausen verbindet Josef Ackermann wohl das Bewusstsein, eine Ausnahme zu sein. Herrhausen war der erste Vorstandssprecher des Hauses, der erkannte, wie wichtig eine globale Strategie für die Bank ist – und wie entscheidend die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung für Unternehmen und Manager wird. Als Herrhausen 1989 ermordet wird, bricht das zunächst ab. Erst der späte Ackermann belebt die Tradition des politischen Bankiers wieder, so wie Herrhausen einst an den ersten Nachkriegs-Chef der Deutschen Bank, Hermann-Josef Abs, anknüpfte.

DIE EHEFRAU

Seine Frau Pirkko lernte er im Studium in St. Gallen kennen. Die gebürtige Finnin ist die Garantie dafür, dass der musikbegeisterte Ackermann gelegentlich ins Konzert und ab und zu auch zum Einkaufen in einen Deli-Store in New York kommt.

DIE GESPRÄCHSPARTNERIN

Zu Angela Merkel hat Ackermann einen direkten Draht, ein Verhältnis, das beide Seiten schätzen und nutzen. In der aktuellen Finanzkrise kann er nach dem Staat rufen, ohne dass Hohngelächter nach Frankfurt zurückschallt. Auch mit Gerhard Schröder tauschte er sich regelmäßig aus – doch vertraut hat Ackermann ihm wohl nicht mehr, seitdem Pläne zur Übernahme der Postbank an die Öffentlichkeit lanciert wurden. Zudem unterhielt Schröder freundschaftlichste Kontakte zur damaligen Nummer eins der Welt, der Citigroup und deren Chef Sandy Weill.

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