WEGBEGLEITER : Mit Widerstand

245019_0_1ec1ac6c.jpeg

DER KÖNIG

Den meisten Griechen war er nicht willkommen, als er am 31. Januar 1833 an Bord einer britischen Fregatte in der Hafenstadt Nafplion auf dem Peloponnes ankam. Die Griechen, die sich gerade von den türkischen Besatzern befreit hatte, wollten eine Republik. Stattdessen verordneten ihnen die europäischen Großmächte eine absolutistische Monarchie und und schickten ihnen einen 17-jährigen König aus dem Hause Wittelsbach. Zehn Jahre später trotzten sie dem ungeliebten Otto I. endlich eine Verfassung ab, und 1862 vertrieben sie ihn ins heimatliche Bayern.

DER DIKTATOR

Er war Armeeoberst und Anführer jener Offiziersclique, die am frühen Morgen des 21. April 1967 die Macht in Griechenland übernahm und eine Diktatur installierte. Sieben lange Jahre konnten sich die Militärs an der Macht halten – auch dank der Unterstützung durch die USA. Im Sommer 1974 stürzte das Regime von Georgios Papadopoulos über die selbst angezettelte Zypernkrise, die Griechenland an den Rand eines Krieges mit dem „Erbfeind“ Türkei brachte.

DER EUROPÄER

Manche nennen ihn den „griechischen Adenauer“. Konstantin Karamanlis wurde 1955 erstmals zum Premier gewählt. 1974, nach dem Sturz des Obristenregimes, führte Karamanlis das Land zur Demokratie zurück und setzte 1981 gegen große Widerstände im eigenen Land den Beitritt zur EG durch.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!