WEGBEGLEITER : Nichts als die Klarheit

ECHTER DENKER

Einer der begabtesten Zweifler: René Descartes, Naturwissenschaftler, Philosoph, Begründer des „methodischen Zweifels“ im 17. Jahrhundert. Der Franzose zweifelte an allem, selbst an seinen Sinnen und seinem Sein. Dabei musste er denken, weshalb er seine Existenz bestätigt sah: Cogito ergo sum, ich denke, also bin ich.

WAHRHEITSSUCHER

Aussagen in Prozessen sind Produkte aus geistiger Leistung des Zeugen und Situation der Vernehmung. Mit dieser Erkenntnis trat der aus Berlin stammende Psychologe William Stern als erster Gutachter für die Glaubwürdigkeit von Zeugenaussagen Anfang des 20. Jahrhunderts vor deutschen Gerichten auf. Doch zweifelte er immer an der richtigen Beschäftigung mit der Seele. Psychologen, die ihr Fach nur nutzen, um Privatmeinungen kundzutun, nannte er „Deutungspfuscher“.

GERECHTER HERRSCHER

Nie war das römische Weltreich größer als unter ihm. Als Feldherr geschickt, beliebt und gerühmt für seine Tugenden, galt Marcus Ulpius Traianus,

Kaiser Trajan
von 98 bis 117 nach Christus, als idealer Herrscher. Überliefert ist seine Anweisung, dass niemand auf Verdacht hin verurteilt werden dürfe. Besser bliebe die Tat eines Schuldigen ungestraft, als dass ein Unschuldiger verurteilt würde. Dieser Gedanke prägt jeden Rechtsstaat.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar