WEGBEGLEITER : Protest und Protegé

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DER KRITIKER

Der Politiker der Arbeitspartei, Ophir Pines-Paz, blieb seinen Prinzipien treu: Als Premierminister Ehud Olmert 2006 die Partei „Unser Haus Israel“ in die Koalition aufnahm und Parteichef Lieberman zum Minister für strategische Bedrohungen machte, trat der damalige Kulturminister Pines-Paz aus Protest zurück. Lieberman, der sich durch rassistische und undemokratische Äußerungen hervortue, sei selbst eine „strategische Bedrohung“, erklärte der Politiker.

DER FEIND

Sie sind für Lieberman „Verräter“ und „Kollaborateure“ mit dem Feind, welche die Todesstrafe verdienen: die arabischstämmigen Abgeordneten in der Knesset. Allen voran Ahmad Tibi, der Palästinenserführer Jassir Arafat beriet, bevor er 1999 in das israelische Parlament gewählt wurde.

Er nannte Lieberman öffentlich einen „Faschisten“.

DER ZIEHVATER

Seinen rasanten Aufstieg in der Likud-Partei verdankt Lieberman seiner Loyalität und Nähe zu Benjamin Netanjahu. Dieser machte Lieberman 1993 zum Generalsekretär des Likud. 1996 nahm er seinen getreuen Helfer mit, als er Premierminister wurde. Heute ist Netanjahu wieder Regierungschef, und diesmal ist er auf seinen einstigen Zögling angewiesen, um an der Macht zu bleiben. Der nutzt das und stellt Bedingungen – wie den Bau einer sehr umstrittenen Siedlung im Westjordanland.

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