Wegbegleiter : Weiß-blaue Geschichten

DER NOCH-CHEF

Ob Edmund Stoiber in Wildbad Kreuth tatsächlich gesagt hat, „ja, dann müsst ihr das unter euch ausmachen“, sei dahingestellt. Wenn, dann war es der letzte Versuch, Zwietracht unter den Rivalen zu säen, die Erwin Huber und Günther Beckstein schon mal waren, als beide Stoiber 2005 beerben wollten. Kann gut sein, dass Stoiber wirklich baff war, als sein Getreuer Huber auf einmal zum Überholmanöver ansetzte.

DER KONKURRENT

Wenn man hinter Günther Becksteins Fassade sehen könnte, vielleicht dächte man, seine Chuzpe sei echt. Vielleicht aber auch, dass sein kauziger Charme nur geborgt ist. Und am Ende bliebe womöglich nicht viel mehr als – Fachkompetenz. Mit Huber verbindet Beckstein der Wille zur Macht. Interessant wird nun, wer der beiden seine Macht im „operativen Geschäft“ (Gerhard Schröder) besser einsetzt.

DIE GEGNERIN

Sagte man, dass Gabriele Pauli und Huber nichts verbindet – außer der Mitgliedschaft in derselben Partei –, wäre ihr Verhältnis

geradezu vornehm umschrieben. Wenn es etwas gibt, das Huber verabscheut, sind es Leute, die das Renommee der CSU aufs Spiel setzen,

weil sie nur an sich

denken. Das hat Huber nie gemacht – und das verzeiht er auch

keinem anderen.

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