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Was wird heute wichtig?

Jemen ist das einzige Land – von denen, die Bundeskanzler Schröder (SPD) in dieser Woche bereist –, das dem GolfKooperationsrat nicht angehört. Jemen ist eine Mehrparteiendemokratie und hat eine differenzierte Zivilgesellschaft. Es gehört mit einem Bruttoinlandsprodukt von weniger als 400 Euro pro Kopf zu den ärmsten Ländern der Welt und hat mit großen sozialen Problemen zu kämpfen. Seit 1978 hat Deutschland das Land mit mehr als 700 Millionen Euro Entwicklungshilfe unterstützt. Dennoch stehen in Jemen einige großvolumige Geschäftsabschlüsse für die deutsche Wirtschaft an.

Schröders Aufenthalt hier ist der Gegenbesuch zu dem von Staatspräsident Ali Abdullah Saleh, der im vergangenen November in Berlin war. Außer Saleh wird der Kanzler noch mit Premierminister Abdul Kader Badschammal zusammenkommen und sich in seinen Gesprächen deutlich auf die Erweiterung und Verbesserung der kulturellen Beziehungen konzentrieren.

Der Kanzler wird heute zudem die Gelegenheit nutzen, die Altstadt von Sanaa zu besuchen und sich dabei das eine oder andere Sanierungsprojekt anzusehen, das mit deutscher Unterstützung zu Stande gekommen ist. Außerdem ist ein Meinungsaustausch mit Vertretern der jemenitischen Zivilgesellschaft geplant. Schröder soll dann eine Fotoausstellung des deutschen Orientalisten Hermann Burchardt eröffnen, der Jemen mehrfach bereist hatte. nan

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