Zeitung Heute : Welche Chancen und Risiken bietet Telearbeit

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Sommerkonferenz für Medienfrauenolk

Die Zukunft der Frauenarbeit liegt in den Kommunikationsberufen. Dort findet jedoch ein tiefgreifender Wandel der Arbeitskultur statt. Ein fester Arbeitsort und feste Arbeitszeiten sind immer weniger zu finden. Gleichzeitig ermöglichen aber Computernetze und elektronische Datenverarbeitung das Arbeiten an jedem Ort und zu jeder Zeit. Die Telearbeit wird sich durchsetzen, meinen die Veranstalterinnen einer Fachkonferenz zur Berufsfeldentwicklung von Frauen. Das Büro einer Teleworkerin besteht im wesentlichen aus einem Laptop und einem Handy. Sie wird sich entweder zu Hause oder an irgendeinem anderen Ort in den Zentralrechner ihrer Auftragsfirma einklinken, um ihre Aufträge zu erledigen. Dieses "neue Arbeiten" bedeutet mehr Unabhängigkeit und neue Gestaltungsräume, fordert aber auch mehr Selbstverantwortung und bietet weniger soziale Absicherung.

Der Verein PionaPoint - Teleworking Management e. V. führt deshalb zusammen mit dem Bildungswerk Berlin der Heinrich Böll Stiftung eine Sommerkonferenz für Frauen in Kommunikationsberufen durch. Die Konferenz wendet sich an freiberuflich tätige Frauen, Gründerinnen oder Unternehmerrinnen aus Kommunikations-, Beratungs- und Dienstleistungsberufen sowie an Anbieter von Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen. Zentrale Themen sind die sich wandelnden Arbeitsinhalte und -anforderungen der Telearbeit, die damit zusammenhängenden Potenziale, aber auch deren Risiken. Die frauenspezifischen Aspekte der multimedialen Arbeitswelt sollen diskutiert und der Erfahrungsaustausch zwischen Frauen aus Politik, Wirtschaft und Medien intensiviert werden. Die Fachkonferenz zur Berufsfeldentwicklung für Frauen in der Kommunikationsbranche findet vom 27. bis 29. August statt und kostet 120 DM. Anmeldungen unter t44 38 34 65.
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