Zeitung Heute : Weltweit immer mehr Anhänger

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Die Kontroverse über die Zukunft der erneuerbaren Energien ist im vollen Gang. Schon jetzt ist absehbar, dass die Unterschiede zwischen der noch regierenden rotgrünen Regierung und der Opposition aus Union und FDP bei der Energiepolitik besonders deutlich werden. Während SPD und Grüne das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) , mit dem bisher Strom aus Wind, Sonne, Biomasse oder Wasserkraft gefördert werden, verteidigen, hat die CDU angekündigt, den Ausbau der erneuerbaren Energien begrenzen zu wollen.

Dabei gewinnen die erneuerbaren Energien weltweit immer mehr Anhänger. China zum Beispiel hat ein ehrgeiziges Ausbauprogramm für die sauberen Energien angekündigt. Bis 2020 will das Land im fernen Osten 17 Prozent seines gesamten Energiebedarfs – Strom, Wärme, Treibstoff – aus erneuerbaren Energien decken. Da klingen die Ziele der Bundesregierung geradezu bescheiden. Nach dem Willen der derzeitigen Regierungskoalition sollen 20 Prozent des deutschen Strombedarfs bis 2020 aus regenerierbaren Energiequellen gedeckt werden.

Die größten Ausbaumöglichkeiten stecken in der Windkraft vor den Küsten. Deutschland will groß in die Technologie einsteigen. Derzeit liegen den Genehmigungsbehörden 33 Anträge für den Bau von Windparks im Meer vor – 27 in der Nordsee, sechs in der Ostsee. Zum Teil umfassen sie mehrere hundert einzelne Windenergieanlagen.

Innerhalb der Zwölf-Seemeilen-Zone (rund 23 Kilometer) ist in Deutschland das jeweilige Bundesland für die Genehmigung von Offshore-Windparks zuständig. In der dahinter liegenden, bis zur 200-Seemeilen-Grenze ausgedehnten „ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ)“ ist dies

Aufgabe der Bundesrepublik Deutschland. Zuständig ist

das Bundesamt für See-

schiffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg.

Auch Großbritannien will bis 2010 rund 700 Windräder vor den Küsten errichten, weitere 1300 sollen an Land gebaut werden. Bis 2010 sollen rund zehn Prozent des britischen Stroms aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen werden. Im größten Projekt sollen vor der Küste Großbritanniens

270 Windräder gebaut werden. Der Windpark soll rund 1000 Megawatt Strom erzeugen und damit mehr als 750 000

Haushalte mit Elektrizität

versorgen. deh/pja

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